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Monday, 9 April 2012

Was gesagt werden muss auf Türkisch von Nuray Inceoglu

Zorbalar boyun egdirip
Organize sevinc cigliklariyla
hükmediyor, Iran halkini yokedecegine
bir atom bombasi ihtimali dahi cünkü
Ilk saldirgan olma hakkini bize verir diyor…

Iyi de ben neden hala,
kendime yasakliyorum bu, (zorba) ülkenin adini aleni anmayi
yillardir – gizli kapakli da olsa- kontrol edilip ettirilemeden, nükleer gücünü artiraduran.

herkesin lal olup nihan kaldigi bu halin kölesi kendi suskunlugum, tasiyamadigim yalan sirtimda koca bir külfet
ve mecburiyet, uymazsan kaideye hükmen „anti-semit“ lik pek bi bildik …

simdi, benim ülkemde
ki, esi benzeri olmayan bir sucun faili
her firsatta ve kerrelerce defalarca hesabi sorulup, siradan bir is baglantisinda bile tazminatini ödemesi beklenen..
endisenin kendisini kanita kaine sayarak,
ispat edilmemis atom bombasinin varoldugu iddia edilen yörelere , herseyi yokedebilecek roket basligini sevk yetenegindeki özel bir denizalti daha
günah diyetidir diye hazircevapca zikredilerek, Israil’e gönderilen,
artik söylenmesi gerekeni söyleyecegim

Neden simdiye kadar sessiz kaldim?
Asla düzeltemeyecegine hükmettigim bir kusru tasiyan soyumla, Israil devletine bagli ve hic bitmeyecek bagimla , bu gercegi dillendirmek haddi asmak olur, vebalimdir yapamam bunu , dedim…

Neden bu yaşıma kadar bekledim,
Son mürekkebimle bunları söylemek için:
Nükleer güç İsrail, zaten kırılgan olan dünya barışını tehdit ediyor.
Çünkü yarın çok geç olacağından bunun söylenmesi gerekiyor;
Çünkü, biz zaten yeterince suçlu bir geçmişe sahip Almanlar olarak,
Öngörülebilecek bir suçun taşeronlarına dönüşebiliriz.
İtiraf ediyorum: Artık sessiz kalmayacağım.
..

iki bölüm eksik...
Transleted into Turkish by Nuray Inceoglu

Was gesagt werden muss - Faktencheck WWIII

Sunday, 8 April 2012

Israel erklärt Grass zur unerwünschten Person

http://www.schwaebische.de/politik/politik-aktuell_artikel,-Israel-erklaert-Grass-zur-unerwuenschten-Person-_arid,5235306.html

Günter Grass
Günter Grass (Foto: dpa)
Berlin/Tel Aviv / dpa Literaturnobelpreisträger Günter Grass darf wegen seines israelkritischen Gedichts nicht mehr nach Israel einreisen. Die israelische Regierung erklärte ihn am Sonntag zur Persona non grata, bestätigte ein Sprecher des Innenministers Eli Jischai.
Auch in Deutschland geht die Kritik an dem 84-Jährigen wegen seines Gedichts weiter. In einem Beitrag für die "Bild am Sonntag" schrieb Außenminister Guido Westerwelle: "Israel und Iran auf eine gleiche moralische Stufe zu stellen, ist nicht geistreich, sondern absurd."
Grass hatte in seinem am Mittwoch veröffentlichten Gedicht "Was gesagt werden muss" angeprangert, dass der Iran von einem atomaren Präventivschlag durch Israel bedroht sei, der das iranische Volk auslöschen könne. Er warf Israel vor, als Atommacht den Weltfrieden zu gefährden. Das Gedicht hatte ihm im In- und Ausland den Vorwurf des Antisemitismus eingebracht. Grass hatte sich verteidigt und seinen Kritikern Hass und eine Kampagne gegen ihn vorgeworfen.
Der israelische Innenminister Jischai sagte nach Angaben seines Sprechers, das Gedicht von Grass habe darauf abgezielt, "das Feuer des Hasses auf den Staat Israel und das Volk Israel anzufachen". Grass wolle so "die Idee weiterbringen, die er früher mit dem Tragen der SS-Uniform offen unterstützt hat". Außerdem erklärte Jischai: "Wenn Günter Grass weiter seine verqueren und lügnerischen Werke verbreiten will, sollte er dies vom Iran aus tun, dort kann er sicher ein begeistertes Publikum finden."
Das Außenministerium hatte zunächst bestritten, dass Grass nun Persona non grata - also eine unerwünschte Person - sei. Sprecher Jigal Palmor sagte der Nachrichtenagentur dpa, ihm sei davon nichts bekannt: "Das erscheint mir Quatsch, ich weiß nicht, wo das herkommt."
Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman kritisierte Grass allerdings nach Rundfunkangaben scharf. Bei einem Treffen mit dem italienischen Regierungschef Mario Monti habe er gesagt, die Äußerungen von Grass seien ein Ausdruck des Zynismus. Intellektuelle wie er seien bereit, "Juden auf dem Altar der Antisemiten zu opfern".
Westerwelle (FDP) schrieb in seinem Gastbeitrag weiter: "Iran verweigert völkerrechtswidrig seit Jahren umfassende Zusammenarbeit bei der Kontrolle seines Nuklearprogramms." Und er warnte: "Denen, die das auch jüngst nicht wahrhaben wollten, sei gesagt: Das alles ist keine Spielwiese für Polemik, Ideologie und Vorurteile, sondern bitterer Ernst." Iran habe das Recht auf eine zivile Nutzung der Atomenergie. Es habe nicht das Recht auf atomare Bewaffnung. "Wer die davon ausgehende Bedrohung verharmlost, verweigert sich der Realität."
Auch Schriftstellerkollegen kritisierten Grass: Rolf Hochhuth schrieb von Scham, Daniel Jonah Goldhagen warf Grass vor, er bediene Klischees und Vorurteile. Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", es sei "ein ekelhaftes Gedicht", das politisch und literarisch wertlos sei. Der Literaturnobelpreisträger stelle "die Welt auf den Kopf". "Der Iran will Israel auslöschen, das kündigt der Präsident immer wieder an, und Günter Grass dichtet das Gegenteil", sagte Reich-Ranicki, der aus einer jüdischen Familie stammt.
Der Schriftsteller Wolf Biermann verteidigte Grass "im Namen der Meinungsfreiheit", sein Israel-Gedicht aber bezeichnete er als "literarische Todsünde". In der "Welt am Sonntag" schreibt der Liedermacher, "wenn dem Künstler keine originellen Ideen mehr kommen, versucht mancher sich an einem künstlichen Tabubruch wie Grass".
Hochhuth-Brief
Goldhagen-Essay
Grass-Gedicht auf sueddeutsche.de
(Erschienen: 08.04.2012 11:47)

„Antisemitische“ Fakten - Oder wie Grass den Erstschlag gefährdet

„Antisemitische“ Fakten

Oder wie Grass den Erstschlag gefährdet


http://le-bohemien.net/2012/04/06/antisemitische-fakten/


Von Sebastian Müller
„Es ist ein hochbrisantes Thema“, titelte die Frankfurter Rundschau; unschwer lässt sich erahnen, dass damit der Inhalt des am vergangenen Mittwoch in der Süddeutschen Zeitung abgedruckten Gedichts vom Literaturnobelpreisträger Günter Grass gemeint war. Die Brisanz bemerkte man allein am Medienecho, geprägt durch die proisraelischen Feuilletonisten und Kolumnisten, die sich überpünktlich in Stellung brachten, um den Literaten und Dichter als Person von den Füßen auf den Kopf zu stellen.
In dem Gedicht „Was gesagt werden muss“ bezichtigt Grass Israel eine „Gefahr für den Weltfrieden“ zu sein. Dagegen mutet der erst kürzlich verebbte Eklat ob Sigmar Gabriels Vergleich Israels mit einem Apartheidsregime noch harmlos an. Freilich, es ist schon eine knallharte Nagelprobe für das deutsche Gemüt, wenn sich gleich zwei Prominente Persönlichkeiten so kurz aufeinander folgend derart kritisch über Israel äußern. Antisemitismus schwebt da wie immer im Raum, und während Gabriel noch mit einem blauen Auge davon gekommen ist, wurde Grass von dieser Keule nun gänzlich getroffen.
Sicher mag Grass’ Gedicht von künstlerisch zweifelhaften Wert sein. Auch die wohl stilistisch motivierte Hyperbel, Israel sei eine Gefahr für den „Weltfrieden“, ist möglicherweise etwas zu melodramatisch ausgefallen – sofern man überhaupt von einem real existierenden Weltfrieden sprechen kann. Auf der anderen Seite mag eine Übertreibung als Weckruf nicht unbedingt schaden. Doch ist Grass deswegen ein Antisemit?
Glaubt man dem Chef-Kolumnisten des Tagespiegels, Malte Lehming, hätte das Gedicht genauso „Die Juden sind unser Unglück“ heißen können – ergo: Ja, Grass ist ein „lupenreiner Antisemit“. Doch vielleicht hätte Lehming erst einmal innehalten und sich den Schaum vom Mund wischen sollen. Sein Pawlowscher Reflex, – der sich darin zeigte, dass Lehming Grass unterstellt, was tatsächlich nur er selbst tat -, wäre dann zu vermeiden gewesen: die Gleichsetzung von Judentum und Israel. Damit aber bedient Lehming nach gängiger Definition ein antisemitisch gefärbtes Klischee, der meint „entlarvt“ zu haben, wo es nichts zu entlarven gab.
Es macht wenig Sinn, weiter auf die schwülstigen und inhaltsleeren Antisemitismus-Tribunale der Lehmings, Joffes, Broders und wie sie alle heißen einzugehen, die, – wie nicht nur Grass bei seiner Stellungnahme aufgefallen sein dürfte -, die „Weigerung“ verdeutlichen, „auf den Inhalt, die Fragestellungen (…) überhaupt einzugehen.“ Bleiben wir besser beim Streit um die Fakten.
Wie alle vermeintlichen Israel-Freunde des politischen und medialen Establishments in den letzten beiden Tagen, so behauptete natürlich auch Lehming, dass Grass „Fakten auf den Kopf stellen muss“, um nicht zu sagen, wie es faktisch sei: „Der Iran droht Israel mit atomarer Auslöschung (…).“ In der Tat ist dieses Gerücht so oft wiederholt worden, dass das Orwellsche Gesetz eingetreten ist: Die Lüge wurde zur Wahrheit – oder im Lehmingschen Duktus – zum Faktischen.
Ironischer Weise ist die internationale Allianz der Bellizisten, die unverhohlen die israelischen Pläne eines Erstschlages befürworten, die gleiche, die im selben Atemzug jene als Antisemiten diffamiert, die Israel – wie Grass – eben dieser Pläne bezichtigen. Neocons, christliche Fundamentalisten und jüdische Lobbygruppen berufen sich bei ihrem Kriegsgetrommel auf eine angebliche Äußerung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschads, nach der Israel von der Landkarte radiert werden solle. Das Problem ist nur – er hat diesen Satz tatsächlich niemals gesagt.
Wer dennoch ernsthaft behauptet, dass der Iran – Mitglied des Atomwaffensperrvertrages, und dem ein militärisches Atomprogramm bis heute nicht nachgewiesen werden kann – Israel – das dem Sperrvertrag niemals beigetreten ist und laut dem Nahost-Korrespondenten Michael Lüders 200-300 atomare Sprengköpfe verfügt – mit atomarer Auslöschung drohe, ist von der „Verrohung des Geistes“, die Lehming den Israel-Kritikern pauschal attestiert, offensichtlich selbst nicht gefeit.
Man kann das Planspiel beliebig weiter führen. Im Gegensatz zu Israel hat der Iran in seiner Geschichte noch keinen einzigen Krieg begonnen, und es besteht kein rationaler Anlass zu glauben, dass er es jetzt oder in absehbarer Zukunft tun wird. Das viel beschworene iranische Bedrohungsszenario kehrt sich vielmehr ins Gegenteil um, wenn man sich der zahlreichen US-Militärbasen im Nahen- und Mittleren Osten sowie der arabischen Halbinsel vergegenwärtigt, die wie ein Belagerungsring um den persischen Raum angeordnet sind.
Was aber macht dann die Brisanz des Gedichtes eigentlich aus? Das ausgerechnet Grass den Tabubruch des freien Wortes begeht? Weil sein Gedicht unbestritten eine Wahrheit ausspricht, die keiner hören will?
Die plötzlich so zahlreichen Grass-Experten, die Pseudo-Interpreten des lyrischen Werkes interessiert vor allem, dass dieser mit 17 Jahren in die Waffen-SS eingezogen wurde – für die Kritiker der Generalbeweis für den antisemitischen Gehalt der Zeilen. Die tatsächliche Konfliktkonstellation vor Ort – auf die alleine sich Grass bezieht – tangiert da kaum jemanden. Ebenso wenig, dass es hier weniger um die ständig postulierte „nackte Existenz“ Israels, als viel mehr um die geopolitische Vormachtstellung im Nahen- und Mittleren Osten geht.
Israel als „Gefahr für den Weltfrieden“? Wem das zu dramatisch klingen sollte, kann auch anders Fragen: Wann war dieses Land – Atommacht und bis an die Zähne bewaffnet – denn je eine Friedenstaube?
Sicher, Israel war immer von Feinden umgeben, die militärische Durchdringung seiner Gesellschaft eine Konsequenz der Geschichte. Doch die militärische Stärke des Landes charakterisierte sich nicht immer defensiv. Von allen Auseinandersetzung profitierte es territorial. Die meisten Ministerpräsidenten waren Falken, die um einem bewaffneten Konflikt selten verlegen waren. So braucht man auch kein Geschichtsbuch, um die Kriege Israels in den letzten Dekaden aufzählen zu können: Man erinnere an die Libanonkriege im Jahre 1982 und 2006, als auch an die „Operation gegossenes Blei“ im Gaza-Streifen 2008/2009.
Ein Angriff auf den Iran aber kann sich zu einem Konflikt ausweiten, der die Kriege im Libanon wie ein Scharmützel aussehen lassen würde. Grass’ Diagnose, dass sich ein Bombardement der iranischen Atomanlagen zu einem Flächenbrand ausweiten könnte, wird nicht nur vom bereits erwähnten Lüders geteilt. Banaler kann die Erkenntnis daher eigentlich nicht sein: Wer diesen Krieg wirklich fordert, ist nicht bei Trost.
Letztendlich ist Günter Grass’ Gedicht lediglich ein Wink mit dem Zaunpfahl. Dabei würde es schon reichen, wenn man schlicht und einfach bereit wäre, jegliche ideologische Verbrämung beiseite zu lassen. Dann wäre ohne Weiteres zu erkennen, das Israel – einmal abgesehen von seiner völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik – in der Tat eine Gefahr für den Frieden und die Stabilität in der Region ist. Davor zu warnen, indem man das Pferd beim Namen nennt, hat nichts mit Antisemitismus zu tun, sondern gebietet der pure Menschenverstand – ein Verstand, der auch der Berliner Regierung gut zu Gesicht stehen würde.

Saturday, 7 April 2012

Der Israelit: Was gesagt werden muss - Solidarität mit Günter Grass

Was gesagt werden muss - Solidarität mit Günter Grass 

http://www.derisraelit.org/2012/04/was-gesagt-werden-muss-solidaritat-mit_06.html


Freitag, 6. April 2012

Die Aufregung ist erschreckend, denn einer der größten deutschen Schriftsteller Nachkriegsdeutschlands hat es tatsächlich gewagt, sich mit einem Gedicht friedenspolitisch zu positionieren und damit - so die veröffentlichte pro-zionistische Meinung - den über alles erhabenen "Staat Israel" angegriffen. Dies ist natürlich das kapitale Verbrechen schlechthin. Allerspätestens seit dem die Interessen des zionistischen Staates seitens einer deutschen Bundesregierung höher bewertet werden als eigene deutsche.

Günter Grass will keinen Krieg gegen den Iran. Gut. Er will schon gar keinen, der mit an den zionistischen Staat gelieferten deutschen U-Booten geführt werden könnte. Noch besser. Als orthodoxer Jude kann man diese Haltung nur untersützen. Denn nur so würde sich Deutschland wirklich seiner "historischen Verantwortung" bewusst sowie dem Grundgesetz gerecht werden und ließe sich vor allem nicht noch einmal in ein verheerendes Kriegsabenteuer hineinmanövieren. Der Dichter will das nicht - so verstehen wir ihn zumindest - weil er vollkommen zurecht nicht einsieht, dass ein neuer vom Nationalzionismus provozierter Weltbrand zudem noch mit deutscher Unterstützung entstehen sollte.

In den Augen selbsternannter Judensprecher der zionistischen Botschaft und des Zentralrates, den üblichen von der Springer-Presse oder von Bundes-Wehrmacht-Akademien ausgehaltenen Alibijuden ist wahrlich kein Frieden mit dem Friedensgedicht von Grass zu machen, denn sie ziehen ihre alt-verstaubten und fanatisch-zionistischen Register selbst aus der untersten Schublade, wenn es darum geht einen Großen der deutschen Literaturwelt als "antisemitisch" motiviert diffamieren zu können.

Der Dichter selbst ist doch alles andere als ein "Antizionist" und wenn es inhaltich und aus Sicht des authentisch-orthodoxen Judentums innerhalb des Gedichtes etwas zu kritisieren gäbe, dann wäre das eher der unreflektierte und mit nichts zu rechtfertigende Seitenhieb gegen den die jüdische Gemeinde des Iran unterstützenden Präsidenten der Islamischen Republik.

Doch "Antizionist", also jemanden den man in Zionistenlogik der schlimmsten Sorte Kreatur zurechnet, muss man ja auch noch nicht einmal sein, um in die Schusslinie der nationalzionistischen Lobby zu geraten.

Es genügt bereits ein im Grunde eher harmloses "Friede-Freude-Eicherkuchen-Gedicht" und man ist sozusagen mitten drin im verbalen Kugel- und Bombenhagel paranoider und gleichwohl selbstgerechter Menschenverachter des Nationalzionismus, die Meinungsallgewalt längst schon nicht mehr anstreben müssen, um darüber zu entscheiden wer was in Deutschland sprechen, schreiben oder drucken darf.

Denn diese haben sie längst in der deutschen Bananenrepublik, in der sich jedermann duckt, sobald die selbsternannten Möchtegern- und falschen Vorzeigejuden den Massenmord am europäischen Judentum für ihre schmutzige politische Agenda missbrauchen und dabei die jahrzehntelang festgeklopfte Lüge immer wieder bemühen angeblich im Namen des Judentums zu agieren.

Es kann kaum noch ein Schauspiel geben, das niederträchtiger und ekelerregender ist als dieses und im Grunde nur dem Zweck dient dem antijüdischen Schurkenstaat in Palästina als 5. Kolonne zu dienen und dabei dessen Verbrechen gegen das arabisch-pälastinensische Volk sowie den Frontalangriff auf die jüdische Religion und das Judentum zu legitimieren.

Armes Deutschland. Meinungs- und Redefreiheit sind längst verkümmert, zusehends eine Farce geworden. Eine aggressive Art zionistischen Meinungsterrors durchzieht mehr und mehr das Land, die politische Klasse und die angeblich freie Medienlandschaft sind längst im Würgegriff einer selbstauferlegten oder aufoktroyierten pro-zionistischen Kontrolle. Eine Gleichschaltung der schlimmsten Sorte, weil obendrein noch als "Pressefreiheit" verkauft.

Nicht nur die Atommacht "Isreal" ist es, die den Weltfrieden und damit die Menschheit mit ihrem Waffenarsenal bedroht. Es ist die Ideologie des Nationalzionismus insgesamt in all ihren Facetten. Aus Sicht der jüdischen Lehre ist sie die größte spirituelle Unreinheit auf diesem Planeten und vergiftet die ganze Welt.

Nur das Ende dieser Ideologie und als Folge davon das Ende des zionistischen Gaunerstaates wird die Erlösung des jüdischen Volkes und damit auch die der gesamten Menschheit einleiten.

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Karikatur: Reaktion auf Grass


Günter Grass legt trotz Kritik noch einmal nach - Morgenpost

Günter Grass legt trotz Kritik noch einmal nach

Günter Grass steht wegen seines Textes "Was gesagt werden muss" in der Kritik. Der Nobelpreisträger wittert eine Kampagne gegen sich.
© DAPD
Günter Grass rechtfertigt sich für umstrittenes Gedicht
Literaturnobelpreisträger Günter Grass: Sein israelkritisches Gedicht hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst
  • "Was gesagt werden muss"
    „Warum schweige ich, verschweige zu lange,
    was offensichtlich ist und in Planspielen
    geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
    wir allenfalls Fußnoten sind.

    Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
    der das von einem Maulhelden unterjochte
    und zum organisierten Jubel gelenkte
    iranische Volk auslöschen könnte,
    weil in dessen Machtbereich der Bau
    einer Atombombe vermutet wird.

    Doch warum untersage ich mir,
    jenes andere Land beim Namen zu nennen,
    in dem seit Jahren –wenn auch geheimgehalten–
    ein wachsend nukleares Potential verfügbar
    aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
    zugänglich ist?

    Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
    dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
    empfinde ich als belastende Lüge
    und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
    sobald er mißachtet wird;
    das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig.

    Jetzt aber, weil aus meinem Land,
    das von ureigenen Verbrechen,
    die ohne Vergleich sind,
    Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
    wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
    mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
    ein weiteres U-Boot nach Israel
    geliefert werden soll, dessen Spezialität
    darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
    dorthin lenken zu können, wo die Existenz
    einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
    doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
    sage ich, was gesagt werden muß.

    Warum aber schwieg ich bislang?
    Weil ich meinte, meine Herkunft,
    die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
    verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
    dem Land Israel, dem ich verbunden bin
    und bleiben will, zuzumuten.

    Warum sage ich jetzt erst,
    gealtert und mit letzter Tinte:
    Die Atommacht Israel gefährdet
    den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
    Weil gesagt werden muß,
    was schon morgen zu spät sein könnte;
    auch weil wir – als Deutsche belastet genug –
    Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
    das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
    durch keine der üblichen Ausreden
    zu tilgen wäre.

    Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
    weil ich der Heuchelei des Westens
    überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
    es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
    den Verursacher der erkennbaren Gefahr
    zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
    gleichfalls darauf bestehen,
    daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle
    des israelischen atomaren Potentials
    und der iranischen Atomanlagen
    durch eine internationale Instanz
    von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

    Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
    mehr noch, allen Menschen, die in dieser
    vom Wahn okkupierten Region
    dicht bei dicht verfeindet leben
    und letztlich auch uns zu helfen.“
    Günter Grass














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Im Streit über sein israelkritisches Gedicht „Was gesagt werden muss“ hat Literaturnobelpreisträger Günter Grass seine Gegner mit Begriffen aus der NS-Zeit angegriffen und ihnen Intoleranz vorgeworfen. „Es ist mir aufgefallen, dass in einem demokratischen Land, in dem Pressefreiheit herrscht, eine gewisse Gleichschaltung der Meinung im Vordergrund steht“, sagte der 84-Jährige im NDR.
Der Begriff Gleichschaltung entstammt der Terminologie der Nationalsozialisten. Sie bezeichneten damit das Ende der pluralistischen Gesellschaft. Sie lösten ehemals freie Medien, Vereine, Gewerkschaften oder Organisationen auf oder unterstellten sie der NS-Herrschaft. Zugleich sprach Grass von einer Kampagne gegen ihn und verwahrte sich gegen den Vorwurf des Antisemitismus. In mehreren Interviews erneuerte er seine Kritik an der israelischen Regierung.
Politiker von Union, SPD, FDP und Grünen haben empört auf das Gedicht reagiert, in dem Grass den jüdischen Staat wegen eines drohenden Militärschlags gegen den Iran eine Gefahr für den Weltfrieden nannte. „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden“, schrieb er unter dem Titel „Was gesagt werden muss“. Er warf Israel auch vor, es könnte durch einen Erstschlag das gesamte iranische Volk auslöschen, nur weil vermutet werde, dass Teheran eine Atombombe baue. Dabei habe Israel selbst ein wachsendes nukleares Potenzial, das keiner Prüfung zugänglich sei.
„Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?“ schreibt Grass in dem Gedicht. Bisher habe er auch deshalb geschwiegen, weil er wegen der deutschen Nazi-Verbrechen gegen Juden glaubte, dies verbiete die Kritik an Israel. Nun könne es aber „schon morgen zu spät sein“ und Deutschland „Zulieferer eines Verbrechens“ werden. Grass kritisierte damit eine U-Boot-Lieferung an Israel. Durch dieses U-Boot könne Israel „allesvernichtende Sprengköpfe“ auf den Iran richten.
Der Schriftsteller steht selbst wegen seiner jahrzehntelang verschwiegenen Mitgliedschaft in der Waffen-SS in der Kritik. Der der SPD nahestehende Autor gab die Episode in seinem Lebenslauf erst in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ 2006 zu.

"Verletzend und nicht würdig"

Grass bemängelte jetzt, dass sich seine Kritiker weigerten, auf den Inhalt seiner Aussagen überhaupt einzugehen. „Der durchgehende Tenor ist, sich bloß nicht auf den Inhalt des Gedichtes einzulassen, sondern eine Kampagne gegen mich zu führen und zu behaupten, mein Ruf sei für alle Zeit geschädigt“, sagte er dem NDR. Es würden alte Klischees bemüht und ihm Antisemitismus unterstellt.
Im ZDF beklagte Grass: „Ich werde hier an den Pranger gestellt.“ Er werde seine Aussagen aber nicht widerrufen. Grass gab lediglich zu, es wäre besser gewesen, nicht von Israel generell zu sprechen, sondern nur von der derzeitigen Regierung Israels. Er hege große Sympathien für das Land und wünsche, dass es auch in Zukunft Bestand habe.
Der Zentralrat der Juden erneuerte seine Kritik an Grass. „Wer antisemitisch agitiert, wer judenfeindlich argumentiert, wer antisemitische Klischees zuhauf verwendet – was wäre der denn anderes als ein Antisemit?“, schrieb Ratspräsident Dieter Graumann in einem Gastbeitrag für „Handelsblatt Online“. Grass' Gedicht sei ein Pamphlet von Hass und Hetze. Zudem benutze der Schriftsteller das Wort „auslöschen“ und bediene sich damit des Nazi-Jargons. „Grass hat zwar die Waffen-SS verlassen, aber offenbar hat die Judenfeindschaft der Waffen-SS Grass doch niemals verlassen“, bilanzierte Graumann.
Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld zitierte in einer Mitteilung aus einer Drohrede, die Hitler 1939 gegen „das internationale Finanzjudentum“ gehalten habe. Sie fuhr fort, wenn man den Ausdruck „das internationale Finanzjudentum“ durch „Israel“ ersetze, „dann werden wir von dem Blechtrommelspieler (gemeint ist Grass, die Red.) die gleiche antisemitische Musik hören“. Klarsfeld war bei der Bundespräsidentenwahl im März für die Linkspartei gegen Joachim Gauck angetreten.
Die Berliner Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller sagte am Rande einer Lesereise in Prag, Grass solle sich lieber zurückhalten: „Wenn man mal in der SS-Uniform gekämpft hat, ist man nicht mehr in der Lage, neutral zu urteilen.“ Dass Grass sein „sogenanntes Gedicht“ an drei verschiedene Zeitungen in mehreren Ländern geschickt habe, halte sie für „größenwahnsinnig“.
Herta Müller sagte zudem, sie halte Grass' Äußerung nicht für ein Gedicht. „Wenn er ehrlicher wäre, hätte er einen Artikel geschrieben. Will er, dass es Literatur ist und damit interpretierbar? Dort steht kein einziger literarischer Satz drin, also ist es ein Artikel.“ Ihre Kritik schloss Herta Müller mit den Worten: „Das muss er selber verantworten.“
Auch die jüdische Anti-Defamation League äußerte sich empört. Abraham Foxman, Leiter der US-Organisation, warf dem Schriftsteller einen „hanebüchenen moralischen Vergleich zwischen Iran und Israel“ vor. Damit enthülle Grass eine „tiefsitzende Verachtung für Israel“, hieß es in einer Erklärung.
„Die Gesamtwirkung dieser verzerrten Sichtweisen zusammen mit seiner lang verborgenen Zugehörigkeit zur Waffen-SS während des Zweiten Weltkriegs bestätigt Grass' antiisraelische Einstellung und legt nahe, dass er einige antisemitische Überzeugungen hegt“, schrieb Foxman. „Zu einer Zeit, da die meisten verantwortlichen Länder und Menschen den Iran aufrufen, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, scheint Grass überzeugt, dass Israel der Übeltäter ist.“
In der israelischen Zeitung „Jediot Achronot“ meldete sich der besorgte Publizist und Holocaust-Überlebende Eli Wiesel zu Wort. „Ich verstehe es einfach nicht und kann es nicht begreifen. Was ist da passiert? Ist der alte Deutsche plötzlich zurückgekehrt und hat sein Haupt erhoben?“ fragte der Friedensnobelpreisträger. Und Anshell Pfeffer, ein Kommentator der liberalen israelischen Zeitung „Ha'aretz“, beklagte die „moralische Blindheit“ des Schriftstellers, deren Ursprung Pfeffer allerdings weniger in Israel-Hass oder Antisemitismus als in einem übersteigerten Ego sieht.
Der israelische Historiker Tom Segev sagte, Grass sei in der Frage, mit der er sich in dem Gedicht beschäftige, ganz offenbar inkompetent. Er wisse absolut nichts über den Konflikt mit dem Iran. Er, Segev, lese lieber Romane von Grass und Analysen zum Atomstreit von einem ehemaligen Mossad-Chef. Grass sei allerdings kein Antisemit.
Beistand erhielt Grass vom Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck. In einem freien Land müsse auch scharfe Kritik „unter Freunden“ möglich sein, „ohne reflexhaft jetzt als Antisemit verdächtigt zu werden“, sagte Staeck im Deutschlandradio Kultur.

Lob aus dem Iran

Grass' Verleger in Israel betonte das Recht des deutschen Schriftstellers, seine Meinung frei zu äußern. „Wir stehen zu ihm als Schriftsteller. Zu seinem Gedicht äußern wir uns aber nicht“, sagte Ziv Lewis vom Verlagshaus Kinneret in Tel Aviv. Es habe nach der Veröffentlichung des Gedichts „Was gesagt werden muss“ keine Anrufe von Lesern beim Verlag gegeben. „Israelis regen sich nicht so sehr darüber auf wie die Deutschen“, sagte Lewis.
Im Iran äußerte sich die Regierung nicht offiziell. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA lobte Grass wegen „eines Tabubruchs in einem Land, wo die Politik und Taten des zionistischen Regimes (Israels, die Red.) ohne Wenn und Aber unterstützt werden“. Der staatlich kontrollierte Sender Press TV freute sich, dass „nie zuvor im Nachkriegs-Deutschland ein prominenter Intellektueller Israel auf so mutige Weise angegriffen hat wie Günter Grass mit seinem umstrittenen Gedicht“. Ausgerechnet aus Teheran wurde dem Dichter attestiert, ihm sei „ein tödlicher lyrischer Schlag gegen Israel gelungen“.
Auch in internationalen Medien wurde Grass meist scharf angegriffen – vor allem wegen seiner Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS. Die niederländische Zeitung „de Volkskrant“ fragte: „Günter Grass war Mitglied der Waffen-SS. Ist er eine geeignete Person, solche Gedichte zu schreiben?“

Grass wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwurf

Es musste gesagt werden


Debattenbeitrag zu Günter Grass

Es musste gesagt werden

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,826163,00.html

06.04.2012

Ein Debattenbeitrag von Jakob Augstein

Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zu Recht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.

Ein großes Gedicht ist das nicht. Und eine brillante politische Analyse ist es auch nicht. Aber die knappen Zeilen, die Günter Grass unter der Überschrift "Was gesagt werden muss" veröffentlicht hat, werden einmal zu seinen wirkmächtigsten Worten zählen. Sie bezeichnen eine Zäsur. Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: "Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden." Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen. Ein überfälliges Gespräch hat begonnen.

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Es ist ein Gespräch über Israel. Und darüber, dass Israel einen Krieg gegen Iran vorbereitet, dessen Führer Mahmud Ahmadinedschad Israel bedroht, es als Schandfleck bezeichnet, der beseitigt werden müsse. Israel, ein Land das seit Jahren von Feinden umgeben ist, die zum Teil noch immer dem Staat sein Existenzrecht absprechen - und das unabhängig von dessen Politik.

Es ist ein Krieg, der die Welt in den Abgrund stürzen kann. Wenn ein Deutscher davon spricht, muss so ein Gespräch auch von Deutschland handeln, und von der deutschen Verantwortung. Es gibt da Gesetzmäßigkeiten. Grass wusste, dass man ihn als Antisemit beschimpfen würde. Das ist das geläufige Risiko eines deutschen Israel-Kritikers. "Politisch korrekten Antisemitismus" hat ihm auch gleich Mathias Döpfner vorgeworfen, Chef des Springer Verlags, der sich im Besitz der Deutungshoheit über das deutsch-israelische Verhältnis wähnt. Und auch, dass man ihm gleich einen Platz im Reha-Zentrum deutsche Geschichte zuweisen würde, Abteilung Walser, Flur für geriatrische Flakhelfer, auch damit musste Grass rechnen.

Aber Grass ist weder Antisemit noch ein deutscher Geschichtszombie. Grass ist Realist. Er prangert das nukleare Potential Israels an, das "keiner Prüfung zugänglich ist". Er beklagt die deutsche Rüstungspolitik, die ein weiteres nuklearwaffenfähiges U-Boot nach Israel liefert. Und er wendet sich voll Überdruss von der "Heuchelei des Westens" ab, die - das muss er gar nicht ausführen - seit jeher Richtschnur unseres Handelns im Nahen Osten ist, von Algerien bis Afghanistan.

Grass schreibt auch Unfug. Er schwurbelt sich was zurecht: dass er lange schwieg und jetzt nicht mehr schweigt - "gealtert und mit letzter Tinte" - und dass sich nun viele mit ihm vom Schweigen befreien mögen, das ist alles nicht so toll formuliert. Er spinnt sich auch was zurecht: Die Auslöschung des iranischen Volks, vor der er warnt, steht nicht auf der israelischen Agenda. Dieser Text hätte besser gegen Angriffe gewappnet werden können. Aber darum tut er nicht weniger not.

Es muss uns nämlich endlich einer aus dem Schatten der Worte Angela Merkels holen, die sie im Jahr 2008 in Jerusalem gesprochen hat. Sie sagte damals, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und damit es keine Missverständnisse gebe, fügte sie hinzu: "Wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben."

Helmut Schmidt hat dazu gesagt, für Israels Sicherheit mitverantwortlich zu sein, sei eine "gefühlsmäßig verständliche, aber törichte Auffassung, die sehr ernsthafte Konsequenzen haben könnte." Wenn es zum Krieg zwischen Israel und Iran käme, "dann hätten nach dieser Auffassung die deutschen Soldaten mitzukämpfen". Die Israelis halten Deutschland seitdem neben den USA für das einzige Land, auf das sie sich verlassen können.

Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs: "Netanjahus Israel hat die globale Agenda auf eine Weise bestimmt wie kein kleiner Staat je zuvor", schreibt die israelische Zeitung "Haaretz". Vom Ölpreis bis zum Terrorismus - die Welt hat Gründe genug, einen israelisch-iranischen Krieg zu fürchten.

Niemand behauptet, dass Iran eine Atombombe besitzt. Niemand weiß, ob Iran an einer solchen Bombe arbeitet. Im Gegenteil: Die Amerikaner gehen davon aus, Teheran habe sein Atomwaffenprogramm im Jahr 2003 eingestellt. Das interessiert die Israelis nicht. Es geht ihnen inzwischen nicht mehr nur darum, eine iranische Atombombe zu verhindern. Es geht ihnen darum, zu verhindern, nicht mehr verhindern zu können, dass die Iraner eine solche Bombe bauen könnten. Sie wollen sich nicht mit dem Problem herumschlagen, das die USA seinerzeit mit dem Irak hatten: Die glaubten nämlich noch, sie müssten beweisen, dass ihr Gegner über Massenvernichtungswaffen verfügte. Solche Beweise waren im Irak nicht zu finden - ebensowenig wie solche Waffen. Also fälschten die Amerikaner die Beweise.

Israel hat der Welt eine Logik des Ultimatums aufgedrängt: Es will gar nicht beweisen, dass Iran eine Bombe hat. Es will nicht einmal beweisen, dass Iran eine Bombe baut. Die israelische Doktrin lautet einfach, dass Teheran die "Zone der Immunität" nicht erreichen dürfe. Israel droht darum mit einem Angriff, bevor die Iraner ihre Atomanlagen so tief im Granit versenken können, dass auch die größten bunkerbrechenden Bomben der Amerikaner sie nicht mehr erreichen.

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Israel spielt mit Iran eine Pokerpartie, bei der beide gewinnen, solange es nicht zum Krieg kommt. Den "Irren aus Teheran" nennt der Boulevard den iranischen Präsidenten. Aber Ahmadinedschad ist nicht irre. Er will sein Amt behalten und unterdrückt deshalb die Opposition: Die Massenproteste gegen sein Regime vor drei Jahren ließ er blutig niederschlagen, viele Oppositionspolitiker einsperren.

Ahmadinedschad hält die Welt bewusst im Unklaren über seine nuklearen Absichten. Er profitiert von dieser strategischen Zweideutigkeit ebenso wie die Israelis von ihren Kriegsdrohungen profitieren. Beide Länder helfen sich gegenseitig, ihren Einfluss weit über ihr eigentliches Maß hinaus zu vergrößern. Auf eine perverse Weise befinden sie sich in einer wechselseitigen Abhängigkeit. Das bliebe ihre eigene Sache, hätten sie nicht die ganze Welt als Geisel genommen. Es ist an der Zeit, wie Grass schreibt, darauf zu bestehen, "dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird".

Iran steht bereits durch eine Fülle von Sanktionen unter Druck. Jetzt muss endlich auch auf Israel Druck ausgeübt werden. Wohlgemerkt: Wer das sagt, versucht nicht, "die Schuld der Deutschen zu relativieren, indem er die Juden zu Tätern macht", wie Döpfner sagt. Hier geht es nämlich nicht um die Geschichte Deutschlands. Sondern um die Gegenwart der Welt.

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Friday, 6 April 2012

Gunter Grass poem English translation What must be said

http://betweentwosouths.blogspot.de/2012/04/gunter-grass-poem-english-translation.html


What must be said

Why did I remain silent, silent so long,
about something so clear we used
in war games, where, as survivors,
we are just the footnotes?

That is the claimed right to the formal preventive aggression
which could erase the Iranian people
dominated by a bouncer and moved to an organized jubilation,
because in the area of his competence there is
the construction of the atomic bomb.

And then why do I avoid myself
to call the other country with its name,
where since years – even if secretly covered -
there is an increasing nuclear power,
without control, because unreachable
by every inspection?

I feel the everybody silence on this state of affairs,
which my silence is slave to,
as an oppressive lie and an inhibition that presents punishment
we don’t pay attention to;
the verdict “anti-Semitism” is common.

Now, since my country,
from time to time touched by unique and exclusive crimes,
obliged to justify itself,
again for pure business aims - even if
with fast tongue we call it “reparation” -
should deliver another submarine to Israel,
with the specialty of addressing
annihilating warheads where the
existence of one atomic bomb is not proved
but it wants evidence as a scarecrow,
I say what must be said.

Why did I stay silent until now?
Because the thought about my origin,
burdened by an unclearing stain,
had avoiding to wait this fact
like a truth declared by the State of Israel
that I want to be connected to.

Why did I say it only now,
old and with the last ink:
the nuclear power of Israel
threat the world peace?
Because it must be said
what tomorrow will be too late;
Because - as Germans and with
enough faults on the back -
we might also become deliverers of a predictable
crime, and no excuse would erase our complicity.

And I admit: I won’t be silent
because I had enough of the Western hypocrisy;
Because I wish that many will want
to get rid of the silence,
exhorting the cause of a recognizable
risk to the abdication, asking that a free and permanent control
of the Israel atomic power
and the Iran nuclear bases
will be made by both the governments
with an international supervision.

Only in this way, Israelis, Palestinians, and everybody,
all people living hostile face to face in that
country occupied by the craziness,
will have a way out,
so us too.

Translation by Alessandro Ghebreigziabiher

The News (Haaretz): German Nobel laureate Gunter Grass' new poem: Nuclear Israel is a threat to world peace.

La clase política alemana e Israel critican a Günter Grass por su poema

La clase política alemana e Israel critican a Günter Grass por su poema

http://internacional.elpais.com/internacional/2012/04/04/actualidad/1333560129_211207.html

Representantes del partido en el Gobierno y de la oposición descalifican al premio Nobel de Literatura 1999

Imagen de la primera del diario alemán 'Suddeütsche Zeitung', en la que aparece el escritor Günter Grass. / STEPHAN JANSEN (EFE)


El poema de Günter Grass publicado hoy ha levantado una ola de críticas en Alemania, donde ha visto la luz en las páginas del diario Süddeutsche Zeitung. El país que organizó el exterminio sistemático de seis millones de judíos europeos durante la II Guerra Mundial (1939-1945) conserva oficialmente un “interés único” en mantener relaciones “estrechas y amistosas” con el Estado de Israel. Günter Grass, premio Nobel de Literatura en 1999, es uno de los escritores alemanes más conocidos y exitosos. En 2006 sorprendió al mundo confesando que se había alistado a los 17 años en una división acorazada de la Waffen-SS, el aparato militar de la organización nazi SS fundada precisamente el 4 de abril de 1925. Los SS, cuerpo de élite del régimen de Adolf Hitler, perpetraron buena parte de los crímenes alemanes durante la Segunda Guerra, tanto en el frente como en los campos de concentración o de exterminio. El escritor, que se alistó unos meses antes del final de la guerra y ocultó su pasada militancia durante 60 años, asegura hoy que él no disparó “ni un solo tiro”.

La publicación del poema, que EL PAÍS lleva hoy en sus páginas, ha acarreado críticas casi inmediatas en los medios conservadores como el berlinés Die Welt. Pero también el diario taz (link en alemán), próximo a Los Verdes, cuestiona lo que califica en su web de “falsificación de los hechos. Según el periódico de izquierdas, el escritor teme que Israel “extermine al pueblo iraní”, pero ha sido precisamente el presidente del régimen iraní, Mahmud Ahmadineyad (calificado de “fanfarrón” por el poeta) quien en repetidas ocasiones ha propuesto “extirpar el cáncer” que, a sus ojos, representa el Estado de Israel.

Hermann Gröhe, secretario General de la Unión Demócrata Cristiana (CDU) de Angela Merkel, ha sido uno de los políticos más duros con el escritor alemán: "Estoy espantado con el tono y la dirección que toma el poema”. El escritor ignora que "Irán cuestiona el propio derecho a la existencia del estado de Israel”. El político recordó que Ahmadineyad “niega el Holocausto” y rechaza los controles internacionales sobre su arsenal nuclear. Gröhe ha recordado que no cabe la menor duda sobre el “fundamental” apoyo alemán a Israel: “Resulta de todo lamentable que alguien como Günter Grass demuestre no haber aprendido nada [de la historia alemana]”.

También es crítico el jefe de la Comisión de Exteriores del parlamento alemán (Bundestag), el democristiano Ruprecht Polenz (CDU), que acusa a Grass de “confundir la causa con el efecto” y de “fabricar” un contexto internacional que “no se corresponde con la realidad”. Polenz ha pedido que “no se le conceda demasiada importancia” al poema al evaluar un conflicto internacional “de enorme riesgo”.

En el principal partido de la Oposición, el socialdemócrata SPD, la secretaria general Andrea Nahles ha calificado de “irritante y desproporcionado” el texto publicado hoy simultáneamente por cuatro periódicos internacionales. El diputado del SPD Rolf Mützenich, portavoz socialdemócrata para Oriente Próximo, ha acusado a Grass de “banalizar” el carácter “represor” del régimen iraní y de ignorar la violencia con la que sojuzga cualquier oposición interna.

El periodista Ralph Giordano califica el poema de “ataque" a la existencia de Israel. “Pocas veces me ha conmocionado tanto [un texto]”, declaró. Giordano, que es judío, fue uno de los que defendió a Grass cuando hizo público su pasado militar en 2006. Las organizaciones judías alemanas y la Embajada de Israel en Berlín también han protestado por el contenido del texto. En el ministerio de Exteriores israelí consideran que el poema de Grass es una “obra de ciencia ficción de calidad lamentable” y de "un evidente mal gusto”. “Grass se ha distinguido por sus obras de ficción, pero ahora parece que se ha pasado a la ciencia ficción”, indicó a este diario el portavoz de Exteriores israelí Yigal Palmor. “Lo que Grass describe es una guerra apocalíptica entre Israel e Irán propia de la ciencia ficción”, considera. Es “un género que domina mal y en el que demuestra un evidente mal gusto”. Vaticinó el portavoz que el texto del autor alemán caerá como una bomba en Israel, una vez que la prensa y los analistas lo digieran.

El gerente parlamentario de Los Verdes, Volker Beck, ha acusado a Grass de “contribuir al prejuicio antisemita” según el cual criticar a Israel “sería un tabú”. Para Beck, no hay tal tabú, de modo que “el poema se descalifica a sí mismo como contribución al debate”.

Gedicht von Günter Grass im Wortlaut "Was gesagt werden muss"

In dem Gedicht "Was gesagt werden muss" greift Literaturnobelpreisträger Günter Grass Israel scharf an. Wir dokumentieren das in der "Süddeutschen Zeitung" erschienene Gedicht im Wortlaut.

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Gedicht mit Zündstoff: Vor dem Hintergrund des Atomstreits mit dem Iran hat Literaturnobelpreisträger Günter Grass Deutschland und Israel scharf kritisiert© Stephan Jansen/DPA

Günter Grass mischt sich wieder ein: In einem Gedicht geht der Literaturnobelpreisträger hart mit Israels Atompolitik ins Gericht - und fragt sich, wieso er bisher dazu nichts gesagt hat. Das Gedicht im Wortlaut.

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"Warum schweige ich, verschweige zu lange,
was offensichtlich ist und in Planspielen
geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
wir allenfalls Fußnoten sind.

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
der das von einem Maulhelden unterjochte
und zum organisierten Jubel gelenkte
iranische Volk auslöschen könnte,
weil in dessen Machtbereich der Bau
einer Atombombe vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir,
jenes andere Land beim Namen zu nennen,
in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
ein wachsend nukleares Potential verfügbar
aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er missachtet wird;
das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.

Jetzt aber, weil aus meinem Land,
das von ureigenen Verbrechen,
die ohne Vergleich sind,
Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität
darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
dorthin lenken zu können, wo die Existenz
einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
sage ich, was gesagt werden muss.

Warum aber schwieg ich bislang?
Weil ich meinte, meine Herkunft,
die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
dem Land Israel, dem ich verbunden bin
und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst,
gealtert und mit letzter Tinte:
Die Atommacht Israel gefährdet
den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
Weil gesagt werden muss,
was schon morgen zu spät sein könnte;
auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
durch keine der üblichen Ausreden
zu tilgen wäre.

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
weil ich der Heuchelei des Westens
überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
den Verursacher der erkennbaren Gefahr
zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
gleichfalls darauf bestehen,
dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle
des israelischen atomaren Potentials
und der iranischen Atomanlagen
durch eine internationale Instanz
von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
mehr noch, allen Menschen, die in dieser
vom Wahn okkupierten Region
dicht bei dicht verfeindet leben
und letztlich auch uns zu helfen."

Lo que hay que decir

http://internacional.elpais.com/internacional/2012/04/03/actualidad/1333466515_731955.html

Lo que hay que decir

El escritor alemán se opone a un ataque israelí contra Irán

Günter Grass, en su casa de la isla danesa de Mon. / Bernardo Pérez


Por qué guardo silencio, demasiado tiempo,

sobre lo que es manifiesto y se utilizaba

en juegos de guerra a cuyo final, supervivientes,

solo acabamos como notas a pie de página.

Es el supuesto derecho a un ataque preventivo

el que podría exterminar al pueblo iraní,

subyugado y conducido al júbilo organizado

por un fanfarrón,

porque en su jurisdicción se sospecha

la fabricación de una bomba atómica.

Pero ¿por qué me prohíbo nombrar

a ese otro país en el que

desde hace años —aunque mantenido en secreto—

se dispone de un creciente potencial nuclear,

fuera de control, ya que

es inaccesible a toda inspección?

El silencio general sobre ese hecho,

al que se ha sometido mi propio silencio,

lo siento como gravosa mentira

y coacción que amenaza castigar

en cuanto no se respeta;

“antisemitismo” se llama la condena.

Ahora, sin embargo, porque mi país,

alcanzado y llamado a capítulo una y otra vez

por crímenes muy propios

sin parangón alguno,

de nuevo y de forma rutinaria, aunque

enseguida calificada de reparación,

va a entregar a Israel otro submarino cuya especialidad

es dirigir ojivas aniquiladoras

hacia donde no se ha probado

la existencia de una sola bomba,

aunque se quiera aportar como prueba el temor...

digo lo que hay que decir.

¿Por qué he callado hasta ahora?

Porque creía que mi origen,

marcado por un estigma imborrable,

me prohibía atribuir ese hecho, como evidente,

al país de Israel, al que estoy unido

y quiero seguir estándolo.

¿Por qué solo ahora lo digo,

envejecido y con mi última tinta:

Israel, potencia nuclear, pone en peligro

una paz mundial ya de por sí quebradiza?

Porque hay que decir

lo que mañana podría ser demasiado tarde,

y porque —suficientemente incriminados como alemanes—

podríamos ser cómplices de un crimen

que es previsible, por lo que nuestra parte de culpa

no podría extinguirse

con ninguna de las excusas habituales.

Lo admito: no sigo callando

porque estoy harto

de la hipocresía de Occidente; cabe esperar además

que muchos se liberen del silencio, exijan

al causante de ese peligro visible que renuncie

al uso de la fuerza e insistan también

en que los gobiernos de ambos países permitan

el control permanente y sin trabas

por una instancia internacional

del potencial nuclear israelí

y de las instalaciones nucleares iraníes.

Solo así podremos ayudar a todos, israelíes y palestinos,

más aún, a todos los seres humanos que en esa región

ocupada por la demencia

viven enemistados codo con codo,

odiándose mutuamente,

y en definitiva también ayudarnos.

Traducción de Miguel Sáenz. El texto original en alemán se publica hoy en el diario Süddeutsche Zeitung.

Unterstützt Günter Grass - Was gesagt werden muss

https://www.facebook.com/UnterstutztGunterGrassWasGesagtWerdenMuss

Zionistischer Rassismus (jüngstes Opfer: Günter Grass)

Zionistischer Rassismus (jüngstes Opfer: Günter Grass)


Das Grass-Gedicht: Wo ist die deutsche Friedensbewegung? Wo die deutsche Linke?

http://movassat.de/943

05.04.2012 | Top-Artikel | Logbuch

Das Grass-Gedicht: Wo ist die deutsche Friedensbewegung? Wo die deutsche Linke?

Ich möchte Günter Grass danken. Danken für sein aufrüttelndes Gedicht. Danken für seine klaren Worte. Danken für seinen Mut, zu sagen, was man sagen muss. Wir stehen vor einem neuen Krieg im Nahen Osten. Einem Krieg, der alles, was bisher in der Region passiert ist, in den Schatten stellen kann. Man hatte das Gefühl, die Mahner in diesem Land sind verstummt, die deutschen Medien seit Jugoslawien 1999 auf Krieg geprobt. Dann kam Grass und mahnte – und ein Tagesschau-Kommentar kritisierte die „meinungspolizeilichen Maßnahmen“ gegen ihn. Ein Schimmer Hoffnung keimt auf. Die Hoffnung, Widerstand gegen den drohenden Krieg entwickeln zu können und eine breite Öffentlichkeit gegen den Krieg zu erreichen und zu organisieren. Es ist an der deutschen Friedensbewegung und der deutschen Linken nun in die Offensive zu gehen.

Grass hat es geschafft, der herrschenden deutschen Politik einen gewaltigen Strich durch die Rechnung zu machen. Diese hoffte, schweigen zu können über das, was demnächst passieren könnte – nämlich ein verheerender Krieg im Nahen Osten. Sie hat gehofft, verschweigen zu können, dass es ihre Waffen sein werden, die dabei zum Einsatz kommen werden, so v.a. ihre atomar gerüsteten U-Boote.

Doch was tut die deutsche Friedensbewegung, was tun zahlreiche Linke? Einige freuen sich über Kommentare wie den von Frank Schirrmacher in der FAZ oder noch besser über den Antisemitismus-Vorwurf des islamophoben Berufspolemikers Henyrk M. Broder in der WELT. Wo ist die Friedensbewegung, die sich klar gegen einen Krieg gegen den Iran positioniert? Wo ist die deutsche Linke, die nach Afghanistan und dem Irak hätte begreifen müssen, dass „Terrorismus“ und angebliche Massenvernichtungswaffen Kriegsgründe sind und nicht Gegenstand einer faktenbasierten internationalen Politik? Wie konservativ, wie rechts, sind mittlerweile Teile der deutschen Linken, wenn sie den Schirrmachers und Broders hinterherlaufen? Sind nun FAZ und DIE WELT Beweisführungsstücke für linke Politik? Welchen Inhalt haben friedenspolitische Positionen, wenn sie völlig beliebig werden?

Die deutsche Linke und die Friedensbewegung müssten sich schützend und mit aller Kraft vor Grass werfen. Nein, nicht weil es Grass ist – meine Sympathie für den alten SPD-Wahlkämpfer hält sich auch in Grenzen. Auch hält sich meine Sympathie in Grenzen für jemanden, der SS-Mitglied war und dies jahrzehntelang verschwiegen hat. Aber es geht nicht um seine Biografie, nicht um seinen Werdegang, nicht um seine sonstigen politischen Ansichten. Der Angriff auf Grass, die Antisemitismus-Vorwürfe, die Beleidigungen, das Niederschreiben, all das ist ein Generalangriff der herrschenden Medien in diesem Land auf friedenspolitische Positionen. Mit Grass haben sie die eine Figur, die genug Angriffsfläche bietet und ihnen das Spiel leicht macht. Und sowieso gilt in deutschen Medien viel zu oft, dass jede Kritik am Staate Israel relativ schnell als Antisemitismus qualifiziert wird (wobei man vorher betont, dass natürlich kritisiert werden darf…). Wo aber nun der Antisemitismus in Grass‘ Gedicht sein soll, erschließt sich mir auch beim zehnten Lesen nicht. Allenfalls eine gewisse Vereinfachung – aber es ist ein Gedicht und keine politische Analyse! Und Grass will aufrütteln gegen einen drohenden Krieg. Für die Analyse sind andere zuständig, diese sind nun aufgefordert sich endlich in Bewegung zu setzen.

Was mich wundert: Ist es so schwer zu verstehen, dass die deutschen Medien nach 13 Jahren der Kriege (seit dem Jugoslawien-Krieg von 1999) jeden einzelnen positiv begleitet haben? Die Dokumentationen über die Kriegslügen wurden – wenn sie sie überhaupt gesendet haben – auf das Nachtprogramm verlegt, Wie kurz ist das Gedächtnis von Menschen? Aber zu Grass‘ Gedicht möchte ich noch einige Überlegungen und Gedanken anführen:

Es sind vor allem Fakten, die in seinem Gedicht zur Sprache kommen. Fakten, wie das bis heute dem Iran nicht nachgewiesen worden ist, die Atombombe zu bauen. Fakten, die das US-Militär und -Geheimdienste zuletzt zum Besten gaben (bspw. erst jüngst die CIA). Dennoch sagen einige Journalisten: „Naja, der Beweis ist erst da, wenn die Atombombe da ist.“ Wenn es aber so ist, dann lasst und jedes Land bombardieren, das keine Atombombe hat. Jedes könnte irgendwann die Atombombe haben. Scheint es stattdessen doch bequemer zu sein, sich an der altbewährten Polemik der Broders und ihrer geistesverwandten Kriegstreiber zu orientieren?

Grass kritisiert die deutsche Politik. Er kritisiert, dass Deutschland atomwaffenfähige U-Boote liefert, was ebenfalls ein Fakt ist. Da schreien einige Journalisten: „Die sind nur als Sekundärschlagwaffe gedacht, falls Israel mit Atombomben angegriffen wird.“ Woher wisst Ihr das, frage ich mich? Ein U-Boot, das Atomwaffen trägt, kann doch jederzeit zuschlagen. Übrigens wird auch der Besitz von Atombomben stets damit begründet, man wolle verteidigungsfähig sein. Wer behauptet schon von sich selbst Atomwaffentechnologie zu haben für einen Erstschlag?

Und dann sind da die Menschen, die sagen „Grass betreibt Propaganda, wenn er im Falle eines Krieges von der Auslöschung des iranischen Volkes spricht“. Erstens: Ja, Grass hat möglicherweise hier übertrieben. Niemand hat das Ziel formuliert, dass iranische Volk auszulöschen. Wohl aber gibt es Pläne für Bombardierungen, die weit über die atomaren Anlagen hinausgehen. Die NATO hat solche Pläne seit Jahren. So soll auch die iranische Infrastruktur getroffen werden. Zweitens aber wollte Grass sicherlich provozieren, auch ein Aspekt von Kunst. Aber man kann die Sache auch anders aufmachen: Ist „Auslöschung“ ein so fernliegendes Wort, wenn wir darüber reden, dass bald iranische Atomanlagen bombardiert werden könnten? Wissen wir seit Fukushima nicht, dass Radioaktivität sich schnell verbreitet? Haben wir alles vergessen, was vor wenigen Monaten diskutiert worden ist? Sicherlich, unmittelbar werden wenig Menschen sterben bei einer Bombardierung von Atomanlagen. Aber wie viele werden an den Folgen der Verstrahlung sterben? Wie viele Kinder werden krank auf die Welt kommen, weil das Erbgut der Eltern durch die Strahlung verändert wurde?

Dann spricht Grass davon, dass Israel den Weltfrieden gefährdet. Da sagen einige: „Zumindest hätte er sagen müssen, dass auch der Iran den Weltfrieden gefährdet“. Aber ich frage: Wer droht die ganze Zeit mit Krieg? Keine Frage, das iranische Regime besteht zum Teil aus Holocaustleugnern, aus Verbrechern, die Menschenrechte mit Füßen treten. Aber wann hat es ernsthaft mit Krieg gedroht – und nicht nur mit Vergeltung im Falle eines Krieges oder mit Maßnahmen wie der Blockade der Seestraße von Hormus? Abgesehen davon ist die „Gefährdung des Weltfriedens“ eine gängige Formulierung aus der UN-Charta, jede UN-Intervention wird mit der „Gefährdung des Weltfriedens“ argumentiert. Es ist somit ein juristischer Begriff, es geht nicht darum, dass weltweit der Frieden gefährdet ist, sondern regionale Konflikte reichen hierfür schon. Doch abgesehen davon hätte ein Krieg tatsächlich gravierende globale Auswirkungen!

Denn niemand fragt zurzeit: Was für eine Eskalation wird der Krieg gegen den Iran auslösen? Gerade hier zeigt sich, welche dramatischen Folgen ein Angriff Israels und der USA auf den Iran haben würde. Werden iranische Truppen einmarschieren in Bündnisstaaten der USA oder in Staaten in denen US-Truppen stationiert sind? Wird der Irak sich an die Seite des Iran stellen? Wird Syrien noch brutaler gegen seine Opposition vorgehen, um dann loszuschlagen? Wie werden die saudischen Truppen antworten, hochgerüstet durch die USA (und bald auch durch deutsche Kampfpanzer)? Kurz gesagt: Wir stehen vor einem gewaltigen Flächenbrand. Vielleicht sogar, keiner will es hoffen, dem Einstieg in einen Weltkrieg. Doch nicht hören, nicht sehen, nicht verstehen wollen - das scheint weit verbreitet.

Grass verdient keine Schelte. Die Schelte verdienen diejenigen, die gegen ihn schießen, die einen Krieg wollen oder billigend in Kauf nehmen. Um deutlich zu sein: Günter Grass verdient „eher mehr Preise als weniger“ (Thomas Nehls, Tagesschau-Kommentar).Wie wäre es tatsächlich mit dem Friedensnobelpreis?

Tags: Frieden | Grass | Iran | Nahost

Günter Grass wehrt sich gegen Kritik an seinem Gedicht

http://www.afp.com/afpcom/de/taglibrary/activity/web/multimedia
Günter Grass wehrt sich gegen Kritik an seinem Gedicht

04/05 | 17:27 GMT

Günter Grass

Hamburg/Jerusalem (AFP) - Günter Grass will seine Kritik an der israelischen Regierung "auf keinen Fall widerrufen". "Mit kritikloser Hinnahme hilft man Israel nicht", sagte Grass dem Sender 3sat, "das ist Nibelungentreue und wir wissen, wohin die führt." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warf Grass einen "schändlichen" Vergleich Israels mit dem Iran vor und erinnerte an die Mitgliedschaft des Autors in der Waffen-SS.

Grass wies die Kritik an seinem am Mittwoch veröffentlichten Gedicht "Was gesagt werden muss" als überzogen zurück. "Der durchgehende Tenor ist, sich bloß nicht auf den Inhalt des Gedichtes einlassen, sondern eine Kampagne gegen mich zu führen, und zu behaupten, mein Ruf sei für alle Zeit geschädigt", sagte Grass dem NDR. Im Interview mit dem 3sat-Magazin "Kulturzeit" ergänzte er, "eine derart massive Verurteilung bis hin zum Vorwurf des Antisemitismus" sei "von einer verletzenden Gehässigkeit ohnegleichen". Er werde "an den Pranger gestellt."

Grass räumte im "Kulturzeit"-Gespräch einen Fehler ein. Es wäre besser gewesen, nicht von "Israel" generell zu sprechen, sondern von der "derzeitigen Regierung Israels". Die Lieferung eines sechsten U-Boots an Israel durch Deutschland, der Auslöser seiner Publikation, sei "eine falsche Form der Wiedergutmachung", bekräftigte Grass. In seinem Gedicht warf er der israelischen Regierung vor, mit ihrer Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden.

"Der Iran, nicht Israel ist eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der Welt", unterstrich Netanjahu in einem von seinem Büro als Gedicht deklarierten Text. "Der Iran, nicht Israel droht anderen Staaten mit der Vernichtung." Grass habe "sechs Jahrzehnte verborgen, dass er in der Waffen-SS war". Der Literaturnobelpreisträger hatte sich 2006 ausführlich über die Zeit in der Waffen-SS geäußert, was eine breite öffentliche Debatte auslöste.

Grass' Hinübergleiten von der Fiktion zur Science Fiction sei "erbärmlich" und "geschmacklos", sagte der israelische Außenamtssprecher Jigal Palmor. Der israelische Historiker Tom Segev schrieb in der Zeitung "Haaretz", das Gericht sei "eher pathetisch als antisemitisch".

In Schutz genommen wurde Grass vom Präsidenten der Akademie der Künste, Klaus Staeck. "Man muss ein klares Wort sagen dürfen, ohne als Israel-Feind denunziert zu werden", sagte Staeck der "Mitteldeutschen Zeitung". "Die reflexhaften Verurteilungen als Antisemit finde ich nicht angemessen." Grass habe "das Recht auf Meinungsfreiheit auf seiner Seite" und nur "seiner Sorge Ausdruck verliehen". Diese Sorge teile er "mit einer ganzen Menge Menschen".

Günter Grass sorgt mit Israel-Gedicht für Empörung

http://de.nachrichten.yahoo.com/g%C3%BCnter-grass-wirft-israel-bedrohung-weltfriedens-100913657.html

Schriftsteller warnt vor Gefahr für den Weltfrieden

Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat in einem Gedicht die Iran-Politik Israels scharf angegriffen und ist dadurch selbst in die Kritik geraten. Grass warf Israel in dem in der "Süddeutschen Zeitung" veröffentlichten Gedicht vor, den Weltfrieden zu gefährden. Israels Gesandter in Deutschland, Emmanuel Nahshon, und die Deutsch-Israelische Gesellschaft griffen Grass daraufhin scharf an.

Grass gab seinem Gedicht den Titel "Was gesagt werden muss". Darin warf der Nobelpreisträger Israel vor, dass dieses durch einen Erstschlag das gesamte iranische Volk auslöschen könnte, nur weil vermutet werde, dass Teheran eine Atombombe baue. Dabei habe Israel selbst ein wachsendes nukleares Potential, das keiner Prüfung zugänglich sei.

"Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?", schreibt Grass in dem Gedicht. Bisher habe er auch deshalb geschwiegen, weil er wegen der deutschen Nazi-Verbrechen gegen Juden glaubte, dies verbiete die Kritik an Israel. Nun könne es aber "schon morgen zu spät sein" und Deutschland "Zulieferer eines Verbrechens" werden. Grass kritisierte damit eine U-Boot-Lieferung an Israel. Durch dieses U-Boot könne Israel "allesvernichtende Sprengköpfe" auf den Iran richten.

Israels Gesandter in Berlin, Nahshon, ordnete Grass' Gedicht ein in jahrhundertealte antisemitische Hetze gegen Juden. "Was gesagt werden muss ist, dass es zur europäischen Tradition gehört, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will", erklärte Nahshon.

Der Gesandte betonte, Israel wolle in Frieden mit seinen Nachbarn leben. "Und wir sind nicht bereit, die Rolle zu übernehmen, die Günter Grass uns bei der Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes zuweist."

Das American Jewish Committee (AJC) zeigte sich entsetzt über das Gedicht. "Grass schadet der deutsch-israelischen Freundschaft ungemein, wenn er Israels notwendige Sicherheitspolitik als Verbrechen bezeichnet und den eigentlichen Verursacher des Konfliktes in Schutz nimmt", erklärte Deidre Berger, die Direktorin des AJC in Berlin.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, nannte das Gedicht "überflüssig und eitel". Grass' Unwissen über die komplexen politischen Verhältnisse im Nahen Osten sei "erschreckend", er diskreditiere "sich selbst, als Intellektueller wie als Künstler".

Regierungssprecher Steffen Seibert lehnte eine Stellungnahme zu dem Gedicht ab. "Es gilt in Deutschland die Freiheit der Kunst", sagte Seibert. Es sei auch die Freiheit der Bundesregierung, sich nicht zu allem äußern zu müssen.

Der Publizist Henryk M. Broder warf Grass in der "Welt" vor, "der Prototyp des gebildeten Antisemiten" zu sein. "Grass hatte schon immer ein Problem mit Juden, aber so deutlich wie in diesem 'Gedicht' hat er es noch nie artikuliert."

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte "Spiegel Online", angesichts der Lage im Nahen Osten empfinde sie das Gedicht als "irritierend und unangemessen". Dagegen stellte sich die Linke hinter den Schriftsteller. Grass habe den Mut auszusprechen, was weithin verschwiegen worden sei, erklärte Linken-Vorstandsmitglied Wolfgang Gehrcke.